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Lotto spielen für Sporthalle

Donnerstag, September 1st, 2005

Bereits unmittelbar nach Wiederbeginn der Ausbildung von Sportlehrern und des Hochschulsports nach dem Krieg, im Jahre 1951 zeigte sich, dass die Sporthallen der Universität Jena nicht mehr den Kapazitätsanforderungen entsprechen. Die „neueste“ Halle wurde im Jahre 1929 in Betrieb genommen. Damals hatte die Universität 2 - 3.000 Studierende. Heute sind es 20.000 aber die Hallensituation hat sich kaum verbessert. Die Sportstätten wurden zwar mit hohem Aufwand saniert, aber sie wurden dadurch nicht größer. Lediglich durch die Initiativen des Universitätssportvereins gelang es eine neue Halle für die Kampfsportler neu zu bauen.

Seit 1951 gab es viele Anträge und Projekte. Eines davon wurde sogar in den sechziger Jahre realisiert aber dem Leistungssport zur Verfügung gestellt. Der USV e. V. als Thüringens größter Sportverein musste zunehmend für seine
Mitglieder städtische Sporthallen nutzen. Dies sind vorwiegend kleine Hallen. Im Gegensatz viel kleineren Vereinen bekommt der USV kaum Zeiten in Dreifelderhallen. Der damit einhergehende hohe Aufwand an Übungsleitern, organisatorischen Aufwendungen und Kosten und die Tatsache, dass der USV jedes Jahr Tausenden Studierenden keine Übungsmöglichkeiten vor allen in den Spielsportarten anbieten kann, war letztendlich ausschlaggebend, dass sich
der Verein seit 2000 mit dem Bau einer eigenen Dreifelderhalle beschäftigte.
Da es nicht gelang wie in der Universitätsstadt Ilmenau Universität, Land und Stadt für die Erhöhung der Attraktivität des Hochschulstandortes Jena, durch verbesserte Freizeitbedingungen im Hochschulsport zu bündeln, beschlossen die Mitglieder des USV, das finanzielle Risiko für einen Hallenbau weitestgehend auf eigene Schultern zu legen.

Schon 2004 stand der Antrag auf Fördermittel an vorderer Stelle, wurde aber durch den Versuch der Stadt, eine eigene Halle auf den Weg zu bringen, für ein Jahr gestoppt. Zum September 2005 war nun der Baubeginn in Aussicht,
wurde aber auf Grund der Haushaltssperre des Landes wieder auf Eis gelegt.

Jetzt hofft der US V, dass es mit Hilfe von Bürgermeister Christoph Schwind gelingt, für Anfang 2006 den Förderbescheid zu erhalten. Die Zeit bis dahin soll zur Vervollständigung der Projektunterlagen und der Finanzierungsgrundlagen genutzt werden. Seit drei Jahren zahlt jedes Mitglied 20, - € in einen Sportstättenfond; durch Spenden und Sponsoring gelang es bis jetzt 38.000, - € aufzubringen und seit August können sich alle Interessenten mit einem Lottoschein für das staatliche Lotto „6 aus 49″ an der Finanzierung beteiligen. Gemeinsam mit einer Lottogesellschaft wurde ein Gemeinschaftsstipp entwickelt, bei dem jeweils vom Spieleinsatz und von Gewinnen 10 % in den Sporthallenfond fließen.

Hans-Georg Kremer