Thüringens größter Sportverein, der USV Jena e. V., sorgt sich nicht nur um seine Mitglieder. Mehrfach hat er sich sehr erfolgreich mit eigenen Aktionen beteiligt, wenn es darum ging, Menschen in Not zu helfen, sei es den Tsunamiopfern in Süd-Ostasien oder den Erdbebenopfern in Pakistan, um nur zwei große Benefizaktionen des USV zu nennen. Jetzt wollen die USV-Mitglieder den Ärmsten der Armen, Behinderten bzw. Straßenkindern in Georgien helfen, die durch den Krieg besonders hart betroffen sind. Der USV Jena hat zu den georgischen Menschen eine besonders enge Beziehung, hatte doch seit den 1970er Jahren die Friedrich-Schiller-Universität eine Patenschaftsbeziehung zur Universität in Tiflis, durch die auch viele Sportler nach Georgien gefahren sind bzw. aus Georgien nach Jena kamen.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass der USV gerne den georgischen Kunststudenten Georgi Kamushadze unterstützte, als dieser für seine Diplomarbeit eine Ausstellungsmöglichkeit suchte. Der aus 2200 Flummibällen konstruierte Weitspringer ist noch heute im Foyer der neuen USV-Sporthalle an den Teufelslöchern zu bewundern. Gedacht war das Kunstwerk eigentlich nur für den Prüfungszeitraum von etwa vier Wochen. Jetzt soll es für eine Hilfsaktion in Georgien versteigert werden. Interessierte Firmen oder Einrichtungen können bis zum 15. Oktober das Kunstwerk besichtigen und Angebote beim USV abgeben. Sollte ein Verkauf als Gesamtkunstwerk nicht zustande kommen, so wird der Künstler, der inzwischen sein Diplom bekommen hat, einzelne Teile des Kunstwerkes signieren und bei einer öffentlichen Benefizversteigerung zur Verfügung stellen.
Gemeinsam mit der „Elisabeth Gast Stiftung“ aus Baldham, die schon über Jahre verschiedene Projekte in Georgien unterstützt und die dadurch über umfangreiche Erfahrungen beim gezielten Einsatz von Spendenmittel für benachteiligte Kinder verfügt, wird der USV dann die erzielten Spenden in Georgien einsetzen.