Am 16. Juni 2025 feiert Inge Riebel ihren 90. Geburtstag – und blickt dabei auf mehr als 65 Jahre unermüdliches Engagement für die Rhythmische Sportgymnastik zurück. Sie zählt nicht nur zu den Pionierinnen dieser Sportart in Thüringen, sondern ist auch heute noch als Übungsleiterin im USV Jena aktiv.
1956 begann Inge Riebels sportliche Laufbahn in Jena – frisch diplomiert von der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) und als Sportlehrerin an der Kaufmännischen Berufsschule. Schon damals engagierte sie sich ehrenamtlich als Übungsleiterin – mit einer Leidenschaft, die bis heute ungebrochen ist.
Nur wenige Jahre später, 1959, wechselte sie an die Friedrich-Schiller-Universität und zur Hochschulsportgemeinschaft (heute USV Jena). Damit wurde sie nicht nur das dienstälteste Mitglied des Vereins, sondern auch die erfahrenste Übungsleiterin im Bereich der Rhythmischen Sportgymnastik.
Teilnahme an der DDR-Meisterschaft 1953
Geboren am 16. Juni 1935 im Lausitzer Braunkohlerevier bei Senftenberg, entdeckte Inge Riebel schon früh ihre Liebe zum Sport. Sie schwamm, turnte und betrieb Leichtathletik – und feierte bereits als Jugendliche zahlreiche Erfolge, unter anderem als Schwimmerin bei „Aktivist Großräschen“ und als Turnerin bei den DDR-Meisterschaften 1953. Auch im Hochsprung erzielte sie für die DHfK beachtliche Ergebnisse.
An der Universität Jena unterrichtete sie zunächst auch Fechten, verlagerte ihren Schwerpunkt jedoch bald auf das Gerätturnen und die Leichtathletik. Mit der Entwicklung der „Künstlerischen Gymnastik“ – heute als Rhythmische Sportgymnastik bekannt – war sie eine der ersten Übungsleiterinnen, die diese neue Disziplin in Jena förderten. Seitdem ist sie ihr treu geblieben – als Trainerin, Abteilungsleiterin, Kampfrichterin und als engagiertes Mitglied in verschiedenen Gremien des DDR-Studentensports.
Großen Anteil an der Entwicklung der Rhythmischen Sportgymnastik in Thüringen
Nach 1990 engagierte sich Inge Riebel weiterhin mit voller Energie. Sie übernahm die Funktion der Landesfachwartin im neu gegründeten Thüringer Turnverband und prägte die Entwicklung der Rhythmischen Sportgymnastik in Thüringen maßgeblich mit. Auch als Kampfrichterin und Organisatorin regionaler und überregionaler Wettkämpfe war sie unermüdlich im Einsatz.
Für ihr beeindruckendes Lebenswerk wurde Inge Riebel vielfach geehrt – unter anderem mit der Verdienstmedaille zum Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2018.
Unterstützung, aber auch Ruhe fand Inge Riebel in ihrer sehr sportaffinen Familie mit Ehemann, drei Kindern, sechs Enkeln und vier Urenkeln. Ihre Tochter Annelore folgt ihr als Übungsleiterin und stellvertretende Abteilungsleiterin auf dem Fuß, Ihr Ehemann Werner übernimmt den regelmäßigen Fahrdienst vom und zum Training und auch ihre Enkelin Miriam sind als Aktive in der Sportart ihr ganzer Stolz.
Vielen Dank an USV-Archivar Dr. Hans-Georg Kremer für die Bereitstellung der Informationen.
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